Mieterhöhung nach Modernisierung

Mieterhöhung nach Modernisierung

Wohnung modernisieren und die Kosten einfach auf den Mieter umlegen? Prinzipiell ist das

natürlich möglich, aber die Umlage der Kosten ist an einige Voraussetzungen gebunden. Wir

klären Sie auf:

Ankündigungspflicht gegenüber Mieter

Vermieter sind verpflichtet, die Modernisierungsmaßnahmen dem Mieter schriftlich

mindestens drei Monate im Voraus anzuzeigen. In dem Schreiben sollte der Vermieter die

Art und den Umfang der Modernisierungsmaßnahme benennen, den Zeitraum bzw. die

Dauer der Maßnahme und den voraussichtlichen Beitrag, um den die Miete erhöht wird.

Umlagefähige Modernisierungsmaßnahmen

Nicht jede Maßnahme ist umlagefähig! Als gerechtfertigte Modernisierungsmaßnahmen

gelten:

✅ Maßnahmen, die Energie sparen (z. B. Dämmung oder Solaranlagen)

✅ Maßnahmen, die Wasser sparen

✅ Maßnahmen, die Wert und Qualität verbessern: Anbau von Balkonen, Schallschutz

✅ Maßnahmen, die gesetzlich vorgeschrieben sind: Einbau von Rauchmeldern

Erhöhung der Mietkosten

Nach erfolgreicher Modernisierung ist der Vermieter berechtigt, acht Prozent der

Modernisierungskosten dauerhaft auf die Jahresmiete umzulegen. Ein Beispiel: Sie haben

für 5000€ modernisiert, 8% davon sind 400€. Wenn Sie den Beitrag dann noch durch 12

Monate teilen, stellen Sie fest: Sie dürfen die Miete um bis zu 33€ pro Monat erhöhen.

Kappungsgrenzen seit 2019

Seit 2019 gelten Kappungsgrenzen: Besonders kostspielige Modernisierungen darf nicht

mehr unbegrenzt steigen. Sofern die Ausgangsmiete bereits höher als 7€ pro Quadratmeter

liegt, darf die Miete innerhalb eines Zeitraums von sechs Jahren nur noch drei Euro pro

Quadratmeter Wohnfläche steigen. Beträgt die Miete weniger als 7€ pro Quadratmeter, darf

sie maximal um 2€ pro Quadratmeter Wohnfläche steigen.

  15. Mai 2020
  Kategorie: Wohnen